Der Bush-Besuch am 23. Februar in Mainz ist vorbei. Mainz war
nicht "cosy"! Im Gegenteil: Die Isolation der Sicherheitszone machte Mainz zur Geisterstadt und verschaffte der Demonstration noch viel mehr Aufmerksamkeit als die ohnehin schon beachtenswerten 15.000 Demonstranten alleine geschafft hätten. Danke!
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Aufruf des Aktionsbündnisses "Not welcome Mr. Bush"
Aufruf in Deutsch und in anderen Sprachen (other languages).
NOT WELCOME, MR. BUSH!
Für eine friedliche und soziale Welt!Am
23. Februar wird der Repräsentant der US-Kriegspolitik Deutschland
besuchen. Er will dabei die Zusammenarbeit im „Kampf gegen den Terror“
vertiefen. Aber der Krieg der
USA
gegen den Irak ist selbst terroristisch und Quelle immer neuer Gewalt.
Menschenrechte, internationale Übereinkünfte und ökologische
Verantwortung, all dies wird einem rücksichtslosen Gewinn- und
Machtstreben im Rahmen der neoliberalen Globalisierung untergeordnet.
Mehr
als 100.000 Menschen im Irak verloren in den letzten zwei Jahren
bereits ihr Leben, in ihrer großen Mehrheit unbewaffnete ZivilistInnen.
Dieser Krieg ist völkerrechtswidrig. Die Kriegsverbrechen der
US-Streitkräfte in Afghanistan und Irak wie das Foltern von Gefangenen
verletzen elementare Menschenrechte.
Wir fordern von der Bundesregierung, die Kriegsgefolgschaft zu verweigern!
Die deutsche Bundesregierung leistet beträchtliche Hilfe für den Kriegskurs der
USA:
- durch die Nutzung der hier gelegenen Militärflughäfen, darunter Rhein/Main-Airbase, Ramstein und Spangdahlem;
- durch die Bewachung der US-Militäreinrichtungen;
- durch den Bundeswehreinsatz in Afghanistan und am Horn von Afrika; sowie
- durch die Ausbildungs- und Materialhilfe für irakische Truppen.
Die
Bundesregierung hat bereits im Krieg gegen Jugoslawien das
grundgesetzlich verbriefte Verbot des Angriffskrieges gebrochen. Sie
betreibt planmäßig und in großem Umfang den Umbau der Bundeswehr zu
einer weltweit einsetzbaren Interventionstruppe und gehört in der EU zu
den treibenden Kräften der europäischen Militarisierung.
Wir fordern:
- Schluss mit der Militärgewalt gegen die Zivilbevölkerung im Irak!
- Beendigung der Besatzung; Selbstbestimmung der Bevölkerung im Irak!
- Bestrafung aller Verantwortlichen für Folter, Misshandlung von Gefangenen und Angriffe gegen Zivilisten!
- Schluss
mit der Beteiligung von NATO, EU und Bundeswehr am Krieg im Nahen und
Mittleren Osten! Keine militärische Intervention im Iran!
Um
die drängenden Probleme der Menschen global friedlich lösen zu können,
braucht die Welt keine Kriegsallianzen und keine US-Alleingänge,
sondern solidarische Zusammenarbeit. Deshalb treten wir ein:
- Für
ein ziviles und soziales Europa, gegen die Verpflichtung zur
Aufrüstung in der EU-Verfassung;
- Für die Anerkennung und Bekämpfung der Ursachen von Terrorismus, wie Armut, Perspektivlosigkeit, Ausbeutung und Ungerechtigkeit;
- Für eine gerechte wirtschaftliche und soziale Entwicklung unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte.
Europäische Politik muss Friedenspolitik sein – Abrüstung statt Sozialabbau!
Deshalb
werden wir am Dienstag, dem 22. und Mittwoch, dem 23. Februar 2005 an
vielen Orten und mit vielfältigen Aktionen demonstrieren und uns am 23.
Februar in Mainz versammeln.
Eine friedliche Welt ist möglich!
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